Chapter 3. GNOME Quick Start

Contents

3.1. Einführung
3.2. Der Standard-GNOME-Desktop
3.3. Der Ausweichmodus
3.4. Dialogfeld „Anwendung ausführen“
3.5. Verwalten von Dateien, Ordnern und Medien
3.6. Anpassen Ihrer Arbeitsumgebung
3.7. Firefox als Internetbrowser
3.8. Verwalten von Passwörtern
3.9. E-Mail und Kalender
3.10. Instant Messaging mit Empathy
3.11. Starten von LibreOffice
3.12. Anzeigen von PDF-Dateien und anderen Dokumenten
3.13. Verwalten Ihrer digitalen Bildsammlung
3.14. Verwalten Ihrer Musik und Videoclips
3.15. Abmelden
3.16. Weiterführende Informationen

openSUSE® bietet die Tools, die Linux*-Benutzer für ihre täglichen Aktivitäten benötigen. Es verfügt über eine benutzerfreundliche grafische Umgebung (den GNOME*-Desktop), die mit dem zugrunde liegenden Linux-System kommuniziert und den Zugriff auf Dateien, Ordner und Programme sowie deren Verwaltung ermöglicht. openSUSE bietet eine integrierte Suite von Anwendungen für eine breite Palette von Büro-, Multimedia- und Internet-Aktivitäten. Ebenfalls darin enthalten ist die LibreOffice-Suite, mit der Sie Dateien in einer Vielzahl von Formaten bearbeiten und speichern können. Die Office-Suite ist für verschiedene Betriebssysteme erhältlich, Sie können daher dieselben Daten auf unterschiedlichen Computerplattformen verwenden.

3.1. Einführung

Wenn Sie Ihr System starten, werden Sie normalerweise dazu aufgefordert, Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort einzugeben. Falls Ihr System von einer anderen Person installiert wurde, fragen Sie den Systemadministrator nach Ihrem Benutzernamen und Passwort.

Nach Ihrer ersten Anmeldung bei GNOME erscheint der GNOME-Desktop. Sein Aussehen hängt davon ab, ob openSUSE® die 3D-Funktionen Ihrer Grafikkarte aktivieren konnte. Die Optik und Funktionalität ist in beiden Fällen gleich, nur die Bedienung unterscheidet sich leicht.

3.2. Der Standard-GNOME-Desktop

Konnte openSUSE® die 3D-Funktionen aktivieren, meldet sich der GNOME-Desktop. Den größten Teil beansprucht die zunächst noch leere Arbeitsfläche mit dem grünen Hintergrundbild. Am oberen Bildschirmrand sehen Sie eine schmale schwarze Leiste. Dieses sogenannte Panel ermöglicht Ihnen den Zugriff auf alle Funktionen und Anwendungen. Im Einzelnen beherbergt es folgende Elemente:

Uhrzeit, Kalender und Terminplaner:  In der Mitte tickt die aktuelle Uhrzeit. Wenn Sie auf sie klicken, erscheint ein kleiner Kalender, der auf seiner rechten Seite alle anstehenden Termine und Ereignisse auflistet. Über die entsprechenden Schaltflächen können Sie die Zeit- und Datumseinstellungen aufrufen beziehungsweise direkt die Kalender-Anwendung starten.

Einstellungen zur Barrierefreiheit:  Mit einem Klick auf das Symbol mit dem stilisierten Männchen öffnen Sie verschiedene Einstellungen zur Barrierefreiheit. Hier können Sie beispielsweise den Kontrast erhöhen, eine Bildschirmtastatur einschalten oder die Schrift vergrößern. Um eine der Funktionen einzuschalten, müssen Sie lediglich auf den Schiebeschalter rechts daneben klicken. Ein blau leuchtendes i kennzeichnet eine derzeit aktive Funktion. Weitere Einstellungen zur Barrierefreiheit verbergen sich hinter dem gleichnamigen Punkt.

Lautstärke:  Das Symbol mit dem Lautsprecher zeigt die derzeitige Lautstärke an. Je mehr Halbkreise zu sehen sind, desto lauter tönen Ihre Lautsprecher. Sie können die Lautstärke anpassen, indem Sie das Symbol anklicken und dann den weißen Schieber bei gedrückter Maustaste nach links beziehungsweise rechts ziehen. Um den Ton stumm zu schalten, fahren Sie den Regler ganz nach links. Das Lautsprechersymbol erhält dann ein kleines Kreuzchen. Weitere Einstellungen zur Tonwiedergabe erreichen Sie über die Klangeinstellungen unterhalb des Reglers.

Netzwerk:  Ein Klick auf das Symbol direkt links neben dem Benutzernamen bringt eine Liste mit allen Netzwerkverbindungen hervor. Die einzelnen Verbindungen sind hier nach ihrer Zugangsart sortiert. Bei drahtlosen Verbindungen (WLAN) zeigen kleine gebogene Striche die Verbindungsqualtität an. Ein weißes Schlosssymbol weist darauf hin, dass die Nutzung erst nach der Eingabe eines Passworts möglich ist. Sie geben es ein, indem Sie die entsprechende Verbindung anklicken. Ob eine Verbindung überhaupt aktiv ist und von openSUSE® genutzt wird, verrät das blau leuchtende I rechts daneben. Um eine Verbindung aus- beziehungsweise explizit wieder einzuschalten, klicken Sie auf den schwarzen Schalter. Sollten spezielle Einstellungen für Ihre Hardware notwendig sein oder Probleme auftauchen, können Sie am unteren Rand der Liste auch schnell in die Netzwerkeinstellungen wechseln.

Benutzermenü:  Wenn Sie auf Ihren Namen rechts oben in der Ecke klicken, erscheint ein Menü, über das Sie Ihr Benutzerprofil und Ihren Computer verwalten. Wenn Sie das Sofortnachrichtenprogramm Epiphany verwenden, können Sie direkt unterhalb Ihres Namens ihren Verfügbarkeitsstatus ändern. Mit dem Schalter darunter lassen sich die Statusnachrichten abschalten. Das ist beispielsweise nützlich, wenn Sie sich auf Ihre Arbeit konzentrieren wollen. Unter Online-Konten können Sie Ihre Zugangsdaten für Google und Twitter hinterlegen. Über die nachfolgenden Menüpunkte betreten Sie die Systemeinstellungen, sperren beispielsweise für die Dauer der Mittagspause den Bildschirm, wechseln zu einem anderen Benutzerkonto, melden sich von GNOME ab und schalten den Computer aus. Über diesen letzten Punkt lässt sich Ihr PC auch neustarten. Kann openSUSE® die Energiesparfunktionen Ihres Computers nutzen, heißt der letzte Menüpunkt Bereitschaft. Damit versetzen Sie Ihren PC in den Ruhezustand. Um an den Menüpunkt Ausschalten zu gelangen, müssen Sie die -Taste gedrückt halten.

Aktivitäten:  Mit einem Klick auf Aktivitäten in der linken oberen Bildschirmecke gelangen Sie zur sogenannten Aktivitäten-Übersicht, in der Sie Programme starten und die bereits laufenden verwalten. Zu dieser Ansicht gelangen Sie auch, indem Sie den Mauszeiger in der linken oberen Bildschirmecke parken oder die Windows-Taste (auch als Super-Taste bezeichnet) drücken. Zur normalen Ansicht gelangen Sie wieder mit einem Klick auf Aktivitäten.

Benachrichtigungsfeld:  Wann immer Sie einen USB-Stick einstecken, ein Download beendet ist oder irgendetwas anderes wichtiges in Ihrem System passiert, erscheint eine entsprechende Meldung am unteren Bildschirmrand. Einige dieser Nachrichten verschwinden recht schnell von selbst, andere bieten gleich passende Aktionen an. So können Sie beispielsweise eine eingelegte Daten-CD umgehend wieder auswerfen oder ihren Inhalt in einem neuen Fenster öffnen lassen. Möchte Sie keine der Aktionen durchführen, klicken Sie einfach auf den Titel der Meldung, sie verschwindet dann erst einmal wieder am unteren Rand. Einige Nachrichten liefern nur einen bruchstückhaften Kurztext. Um mehr zu erfahren, fahren Sie mit dem Mauszeiger über die Meldung, sie klappt dann vollständig aus. Weggeklickte oder zu früh verschwundene Meldungen holen Sie hervor, indem Sie mit dem Mauszeiger ein paar Sekunden in der rechten unteren Bildschirmecke verweilen. Es erscheint dann das sogenannte Benachrichtigungsfeld. Ein Klick auf eine der dort abgelegten Nachrichten genügt, um die Liste mit den dazu passenden Aktionen hervorzuholen.

3.2.1. Programme starten

Um eine Anwendung zu starten, wechseln Sie zunächst in die Aktivitäten-Ansicht (mit einem Klick auf Aktivitäten oder einem Druck auf die Windows-Taste). Jetzt haben Sie drei Möglichkeiten:

Über das Dash:  Entweder klicken Sie auf das Programmsymbol in der Leiste am linken Bildschirmrand, dem sogenannten Dash. Wenn Sie mit dem Mauszeiger eine Weile über einem der Symbole verweilen, verrät Ihnen GNOME den Namen der zugehörigen Anwendung.

Über die Anwendungen-Ansicht:  Fehlt das gewünschte Programm im Dash, klicken Sie auf Anwendungen. GNOME präsentiert daraufhin sämtliche installierte Programme. In der Liste fahren Sie nach unten, indem Sie den Regler in der schmalen schwarzen Leiste bei gedrückter linker Maustaste langsam nach unten ziehen. Haben Sie sehr viele Programme installiert oder erscheint Ihnen die Liste zu unübersichtlich, klicken Sie einfach auf eine der Kategorien am rechten Rand. GNOME filtert dann die Darstellung nach dem entsprechenden Anwendungsgebiet. Wenn Sie sich beispielsweise für die Kategorie Grafik entscheiden, sehen Sie nur noch alle verfügbaren Grafikprogramme.

Über das Suchfeld:  Werden Sie gar nicht fündig oder muss es einmal besonders schnell gehen, hilft das kleine Suchfeld rechts oben weiter. Sobald Sie dort einen Begriff eintippen, präsentiert GNOME alle dazu passenden Anwendungen und Systemeinstellungen. Gleichzeitig können Sie über die entsprechenden Schaltflächen am unteren Rand auch noch die Wikipedia oder die Suchmaschine Google konsultieren. Übrigens müssen Sie das Suchfeld nicht erst anklicken, sondern können einfach direkt lostippen.

3.2.2. Fenster verwalten

Nachdem Sie eine Anwendung gestartet haben, wechselt GNOME automatisch wieder zurück zum Arbeitsplatz. Im Panel erscheint der Name des Programms und sein Symbol. Mit einem Klick darauf können Sie die Anwendung wieder beenden. Gleiches erledigt das X-Symbol in der Titelleiste seines Fensters.

Procedure 3.1. Fenster maximieren

Um ein Fenster auf Bildschirmgröße zu vergrößern, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Fahren Sie mit der Maus auf die Titelleiste des Fensters (mit dem Programmnamen) und halten die linke Maustaste gedrückt.

  2. Ziehen Sie das Fenster an den oberen Rand gegen das Panel.

  3. Sobald GNOME den Bildschirm blau färbt, lassen Sie die Maustaste wieder los.

Um das Fenster wieder zu verkleinern, verfahren Sie genau umgekehrt: Ziehen Sie die Titelleiste des Fensters mit der Maus vom oberen Rand weg. Alternativ können Sie die Titelleiste auch mit der rechten Maustaste anklicken. Es erscheint dann ein Menü mit entsprechenden Optionen. Doch Vorsicht: Anders als in anderen Betriebssystemen wandert das Fenster beim Minimieren in das Dock (zu erreichen über die Aktivitäten).

Zwischen den geöffneten Fenstern wechseln Sie schnell mit der Tastenkombination +Tabulator. Einen Überblick über alle derzeit geöffneten Fenster liefert die Aktivitäten-Übersicht. Gegebenenfalls müssen Sie dort erst mit einem Mausklick den Bereich Fenster aktivieren. Ein Klick auf eines der Fenster holt es in den Vordergrund, das X-Symbol schließt es.

3.2.3. Arbeiten mit dem Dash

Das kleine Dash in der Aktivitäten-Übersicht stellt nicht nur besonders häufig genutzte Programme bereit, sondern kann noch mehr: Sobald Sie eine Anwendung starten, erscheint für sie im Dash ein Symbol. Ein leichtes Glühen weist darauf hin, dass die Anwendung gerade läuft und (mindestens) ein Fenster geöffnet ist.

Mit einem Rechtsklick auf ein Symbol öffnen Sie in kleines Menü, das abhängig vom zugehörigen Programm verschiedene Aktionen anbietet. Mit einem Zu Favoriten hinzufügen können Sie das Anwendungssymbol dauerhaft in das Dash legen. Um ein Programmsymbol aus dem Dash zu entfernen, wählen Sie hingegen Aus Favoriten entfernen. Möchten Sie ein Symbol im Dock umordnen, halten Sie über ihm die linke Maustaste gedrückt und ziehen es dann an seine neue Position.

3.2.4. Verwenden von virtuellen Arbeitsflächen

GNOME ermöglicht es Ihnen, Ihre Programmfenster auf mehreren virtuellen Arbeitsflächen zu organisieren. Wenn Sie häufig zahlreiche Programme gleichzeitig ausführen, wird dadurch die Anzahl an Fenstern minimiert, die Sie auf Ihrem Bildschirm arrangieren müssen. Beispielsweise können Sie eine Arbeitsfläche für E-Mails und den Kalender und eine andere für Textverarbeitungs- oder Grafikanwendungen verwenden.

Procedure 3.2. Verschieben einer Anwendung auf eine andere virtuelle Arbeitsfläche

Um ein geöffnetes Fenster auf eine andere virtuelle Arbeitsfläche zu verschieben, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Öffnen Sie die Aktivitäten-Ansicht.

  2. Fahren Sie mit dem Mauszeiger auf das entsprechende Fenster und ziehen Sie es bei gedrückter linker Maustaste an den rechten Bildschirmrand.

  3. Dort klappt jetzt eine Leiste mit allen vorhandenen virtuellen Arbeitsflächen auf. Fahren Sie mit der Maus über diejenige, auf der Sie das Fenster ablegen möchten.

  4. Lassen Sie die linke Maustaste los.

Procedure 3.3. Virtuelle Arbeitsflächen wechseln

Zwischen allen vorhandenen Arbeitsflächen wechseln Sie mit ++Pfeil nach oben und ++Pfeil nach unten. Alternativ können Sie auch die Aktivitäten-Ansicht heranziehen:

  1. Öffnen Sie die Aktivitäten-Ansicht (beispielsweise mit der Windows-Taste).

  2. Fahren Sie mit der Maus an den rechten Bildschirmrand. Es klappt jetzt wieder die Leiste mit allen vorhandenen virtuellen Arbeitsflächen auf.

  3. Klicken Sie in der Leiste auf die gewünschte virtuelle Arbeitsfläche. GNOME zeigt jetzt alle dort liegenden Fenster an.

  4. Klicken Sie die virtuelle Arbeitsfläche erneut an, um endgültig auf sie zu wechseln.

Procedure 3.4. Fenster auf allen Arbeitsflächen anzeigen

Sie können eine zurzeit ausgeführte Anwendung auch auf allen virtuellen Arbeitsflächen anzeigen lassen:

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Titelleiste der Anwendung.

  2. Klicken Sie auf Immer auf der sichtbaren Arbeitsfläche.

  3. Über das kleine Menü können Sie das Fenster auch blitzschnell auf eine ganz bestimmte Arbeitsfläche verschieben. Dazu wählen Sie Auf andere Arbeitsfläche verschieben und dann die entsprechende Arbeitsfläche.

3.3. Der Ausweichmodus

Konnte openSUSE® keine 3D-Grafikkarte in Ihrem Computer finden oder aktivieren, startet GNOME im sogenannten Ausweichmodus. Nach dem Schließen des entsprechenden Warnhinweises erscheint dann der GNOME-Desktop mit folgenden Elementen:

Untere Kontrollleiste:  Der Desktop verfügt über eine Kontrollleiste, die am unteren Bildschirmrand verläuft. Hier erscheinen alle Anwendungen, die zurzeit auf dem Desktop ausgeführt werden. Sie können auf diese Anwendungen zugreifen, indem Sie auf deren Namen klicken. Mit einem Rechtsklick auf das Symbol rechts unten gelangen Sie zu den Einstellungen der virtuellen Desktops. Sofern Sie mehr als einen angelegt haben, erscheint für jeden virtuellen Desktop ein eigenes Symbol. Im Ausweichmodus besitzt jedes Fenster drei Schaltflächen in seiner Titelleiste. Über sie können Sie das Fenster (von rechts nach links) schließen, auf die Bildschirmgröße aufblasen oder minimieren. In letztem Fall saugt die untere Kontrollleiste das Fenster ein.

Anwendungen-Menü:  Klicken Sie links oben in der Ecke auf Anwendungen, um ein Menü mit allen installierten Programmen zu öffnen. Zur besseren Übersicht sind diese in verschiedene Kategorien eingeteilt. Unterpunkte klappen automatisch auf, sobald Sie mit der Maus darüber fahren.

Orte-Menü:  Auch hinter Orte verbirgt sich ein kleines Menü. Seine Einträge öffnen besonders wichtige Verzeichnisse (wie etwa Ihren persönlichen Ordner oder das Download-Verzeichnis), zeigen Inhalte von angeschlossenen Datenträgern an und stellen eine Verbindung mit einem anderen Computer her (Verbindung zu Server).

Das Panel:  Die restlichen Elemente in der oberen schwarzen Leiste funktionieren wie ihre bereits weiter oben beschriebenen Pendants im normalen GNOME-Betrieb. So öffnet ein Klick auf Uhrzeit einen kleinen Kalender, während der eigene Name zu den Profil- und Systemeinstellungen führt.

3.4. Dialogfeld „Anwendung ausführen“

Drücken Sie +F2, um ein kleines Dialogfeld zu öffnen. Geben Sie ein Kommando ein, zum Beispiel libreoffice, und drücken Sie , um die Anwendung zu starten. Das Kommando zum Starten ist meist (aber nicht immer) der Anwendungsname in Kleinbuchstaben.

3.5. Verwalten von Dateien, Ordnern und Medien

Verwenden Sie den Datei-Manager Nautilus, um Ordner und Dokumente zu erstellen und anzuzeigen, Skripts auszuführen und CDs Ihrer Daten zu erstellen. Um Nautilus zu öffnen, wechseln Sie in die Aktivitäten-Übersicht (zum Beispiel mit der Windows-Taste) und klicken im Dash auf das Symbol mit dem Aktenschrank. Im Ausweichmodus rufen Sie stattdessen Orte gefolgt von Persönlicher Ordner auf. In jedem Fall erscheint ein neues Fenster mit dem Inhalt Ihres Home-Verzeichnisses.

Die Elemente des Nautilus-Fensters enthalten Folgendes:

Menü.  Hiermit können Sie die meisten Aufgaben ausführen.

Adressleiste.  Hiermit finden Sie Dateien, Ordner und URI-Sites.

Seitenleiste.  Hiermit navigieren Sie oder rufen Informationen zur/m ausgewählten Datei/Ordner ab.

Ansichtfenster.  Zeigt Ordner und Dateien an. Verwenden Sie die Optionen im Menü Ansicht, um die Inhalte im Ansichtfenster zu vergrößern oder zu verringern und um Elemente als Liste oder als Symbole anzuzeigen.

3.5.1. Medienverarbeitung

Was genau passiert, wenn Sie eine CD oder eine DVD in das Laufwerk einlegen oder ein Gerät anschließen (beispielsweise einen USB-Stick oder eine Wechselfestplatte), hängt vom Inhalt des Mediums ab. Im einfachsten Fall öffnet GNOME automatisch Nautilus, das wiederum den Inhalt der Medien anzeigt. Gibt es mehrere Aktionsmöglichkeiten, erscheint am unteren Rand eine Nachricht mit einer entsprechenden Auswahl. Hier müssen Sie sich dann beispielsweise entscheiden, ob Sie eine DVD mit einem Medienplayer oder in einem Nautilus-Fenster öffnen lassen möchten. Im Ausweichmodus wiederum erkundigt sich GNOME in einem neuen Fenster, was es mit dem Datenträger anstellen soll. Über die Ausklappliste wählen Sie eine passende Anwendung, Ordner öffnen präsentiert den Inhalt des Datenträgers in einem neuen Nautilus-Fenster. Sollte GNOME wider Erwarten keine Reaktion zeigen, müssen Sie Nautilus manuell starten.

Sämtliche angeschlossenen oder eingelegten Datenträger listet das Nautilus-Fenster in der Seitenleiste im Bereich Geräte. Mit einem Klick auf das Pfeilsymbol rechts neben seinem Namen werfen Sie die CD oder die DVD aus beziehungsweise lösen den eingebundenen USB-Stick.

3.5.2. Erstellen einer CD oder DVD

Wenn Ihr System über einen CD- oder DVD-Brenner verfügt, können Sie mithilfe des Nautilus-Datei-Managers schnell CDs und DVDs brennen.

  1. Dazu legen Sie einfach einen leeren Datenträger ein. GNOME öffnet daraufhin ein neues Nautilus-Fenster.

  2. In dieses Fenster Kopieren Sie die gewünschten Dateien und Ordner für die CD oder DVD.

  3. Um die Daten auf die CD beziehungsweise DVD zu schreiben, klicken Sie auf Auf CD/DVD schreiben.

  4. Ändern Sie die entsprechenden Daten im Fenster CD/DVD-Ersteller oder akzeptieren Sie die Standardeinstellungen. Klicken Sie anschließend auf Brennen. Jetzt gibt es kein Zurück mehr: GNOME schreibt die Dateien auf die Scheibe. Abhängig von der Menge der kopierten Daten und der Geschwindigkeit Ihres Brenners kann dieser Vorgang einige Minuten in Anspruch nehmen.

Sie können zum Brennen von Daten und Audio-CDs auch das umfangreichere Brennprogramm Brasero oder den Banshee verwenden.

3.5.3. Archive erstellen und entpacken

Wenn Sie manche Dateien längere Zeit nicht benutzt haben, aber auf Ihrem Computer behalten möchten, können Sie sie in einer Archivdatei zusammenfassen und komprimieren.

  1. Klicken Sie dazu im Ansichtsfenster von Nautilus mit der rechten Maustaste auf den zu archivierenden Ordner und wählen Sie anschließend Komprimieren.

  2. Akzeptieren Sie den standardmäßigen Archivdateinamen oder geben Sie einen neuen Namen ein.

  3. Wählen Sie aus der Ausklappliste rechts daneben eine Dateinamenserweiterung. Sie bestimmt auch gleichzeitig das Komprimierungsverfahren. Entscheiden Sie sich für .zip, wenn Sie das Archiv an andere Personen weitergeben oder es mit einem Passwort schützen möchten. Unter Linux ist auch das Format .tar.gz weit verbreitet.

  4. Geben Sie einen Standort für die Archivdatei ein.

  5. Wenn Sie sich für eine .zip-Datei entschieden haben, können Sie noch mit einem Mausklick auf das Pluszeichen Erweitere Einstellungen ausklappen und dort ein Passwort eingeben. Merken Sie sich dieses jedoch gut: Wenn Sie es vergessen, kommen Sie nicht mehr an die Inhalte des Archivs.

  6. Abschließend klicken Sie auf Anlegen.

Um ein so erstelltes Archiv wieder zu entpacken, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datei und wählen Hier extrahieren.

3.5.4. Verwenden von Lesezeichen

Mit der Lesezeichenfunktion in Nautilus markieren Sie Ihre Lieblingsordner. Ein passender Eintrag erscheint dann für einen Schnellzugriff in der Seitenleiste.

  1. Wechseln Sie (mit einem Doppelklick) in den Ordner, für den Nautilus ein Lesezeichen erstellen soll.

  2. Klicken Sie auf Lesezeichen+Lesezeichen hinzufügen. Das Lesezeichen wird der Liste hinzugefügt. Als Lesezeichenname wird der Ordnername verwendet.

  3. Um ein Element aus der Lesezeichenliste auszuwählen, klicken Sie auf Lesezeichen und anschließend auf das gewünschte Lesezeichen in der Liste.

Sie können Ihre Lesezeichenliste auch organisieren, indem Sie auf Lesezeichen+Lesezeichen bearbeiten klicken und Ihre Auswahl im Dialogfeld treffen.

Klicken Sie zum Ändern der Reihenfolge Ihrer Lesezeichen auf ein im Dialogfeld Lesezeichen bearbeiten angezeigtes Lesezeichen und ziehen Sie es an die gewünschte Stelle.

3.6. Anpassen Ihrer Arbeitsumgebung

GNOME können Sie ganz nach Ihren persönlichen Vorlieben anpassen. Genauere Einstellungen zum Anpassen des gesamten Erscheinungsbilds und Verhaltens Ihres Desktops finden Sie in den Systemeinstellungen. Dort können Sie Tastatur- und Mauskonfiguration, Länder- und Spracheinstellungen, Parameter für Ihren Internet- und Netzwerkzugang und vieles andere mehr konfigurieren.

Um die Systemeinstellungen aufzurufen, klicken Sie auf Ihren Namen im (oberen) Panel und dann den Punkt Systemeinstellungen.

3.6.1. Ändern des Desktop-Hintergrunds

  1. Klicken Sie auf den Hintergrund.

  2. Wenn Sie ein Hintergrundbild aus den vorinstallierten Bildern auswählen möchten, klicken Sie es in der Liste auf der linken Seite an.

  3. Zum Hinzufügen eines eigenen Bildes klicken Sie das Pluszeichen links unten in der Fensterecke an, suchen das gewünschte Bild aus und lassen es Öffnen.

  4. Um einen farbigen Hintergrund anzuzeigen, wählen Sie aus der Ausklappliste Hintergrundbilder den Punkt Farben und Farbverläufe, markieren das einfarbige Rechteck in der Liste, klicken dann rechts unten im Fenster auf die Schaltfläche mit der Farbe und wählen dann die gewünschte Farbe aus.

  5. Zurück zu allen Systemeinstellungen gelangen Sie über die Schaltfläche Alle Einstellungen.

3.7. Firefox als Internetbrowser

Firefox* ist einer der beliebtesten Webbrowser. Er funktioniert wie die anderen Browser, bietet jedoch zusätzliche Funktionen, wie Werkzeuge zur Sicherheit und zum Datenschutz.

Zum Starten von Firefox wechseln Sie in die Aktivitäten-Ansicht (beispielsweise per Windows-Taste) und klicken im Dash auf das Symbol mit der Weltkugel und dem Fuchs. Im Ausweichmodus rufen Sie Anwendungen+Internet+Firefox auf.

Firefox wartet mit allen modernen Webtechnologien, wie Tabbed Browsing, Popup-Blocker sowie Download- und Bildverwaltung, auf. Der einfache Zugang zu verschiedenen Suchmaschinen hilft Ihnen bei der Suche nach den gewünschten Informationen. Geben Sie in die Adressleiste eine Internetadresse (URL) ein, um mit dem Durchsuchen zu beginnen.

Drücken Sie zum Öffnen eines neuen leeren Karteireiters in Firefox +T oder klicken Sie auf das + neben dem letzten Karteireiter. Geben Sie eine neue Internetadresse zur Suche ein. Um die Seite hinter einem Link auf einem neuen Karteireiter zu öffnen, klicken Sie mit der mittleren Maustaste auf den Link. Wenn Sie mit der rechten Maustaste auf den Karteireiter klicken, erscheint ein kleines Menü. Über seine Punkte können Sie neue Karteireiter erstellen, den Inhalt eines bestimmten oder aller vorhandenen Karteireiter neu laden und einen oder alle Karteireiter schließen. Außerdem können Sie die Reihenfolge der Karteireiter ändern, indem Sie sie durch Drag & Drop an eine andere Position verschieben.

3.7.1. Ausfindigmachen von Informationen

  1. Um eine Suche im Web zu starten, geben Sie die Schlüsselwörter in das integrierte Suchfeld rechts neben der Adressleiste ein und drücken Sie . Die Ergebnisse zeigt Firefox im aktiven Fenster oder Karteireiter.

  2. Wenn Sie eine ganz bestimmte Suchmaschine verwenden möchten, klicken Sie in der Suchleiste auf das Symbol mit dem kleinen Pfeil nach unten.

  3. Klicken Sie auf die gewünschte Suchmaschine und drücken Sie anschließend , um mit der Suche zu beginnen.

Um die aktuelle Webseite nach Wörtern zu durchsuchen, drücken Sie +F. In der nun angezeigten Suchleiste unten im Fenster geben Sie Ihre Schlüsselwörter ein. Verwenden Sie die Schaltflächen rechts vom Suchfeld, um die Suchrichtung zu wechseln oder alle Ergebnisse im Text zu markieren.

3.7.2. Herunterladen von Dateien aus dem Web

Wenn Sie eine Datei mit Firefox herunterladen, startet automatisch der Firefox-Download-Manager. Er speichert dann die Datei im vorher in den Firefox-Einstellungen festgelegten Ordner. Standardmäßig verwendet er den Ordner Downloads in Ihrem Home-Verzeichnis. Firefox zeigt die fertiggestellten Downloads im Fenster Downloads an.

Sie können die heruntergeladenen Dateien direkt im Fenster Downloads oder im Zielordner öffnen. Klicken Sie auf Liste leeren, um den Verlauf der heruntergeladenen Dateien zu bereinigen.

3.7.3. Ändern der Einstellungen

Wenn Sie den Standardordner für heruntergeladene Dateien anpassen oder den Popup-Blocker aktivieren oder ändern möchten, klicken Sie auf Bearbeiten+Einstellungen.

Hier können Sie auch viele andere Einstellungen konfigurieren, wie das Erscheinungsbild, die Sprache, den Datenschutz und die Karteireiteroptionen. Klicken Sie auf die Symbole und legen Sie die Optionen auf jeder Seite nach Ihren Wünschen fest. Klicken Sie zum Anwenden der Einstellungen auf Schließen.

3.8. Verwalten von Passwörtern

Mit GNOME können Sie Ihre Passwörter und Verschlüsselungsschlüssel in einem Schlüsselbund speichern. Dies ist insbesondere dann nützlich, wenn Passwörter für verschiedene Websites gespeichert werden sollen.

Zum Erstellen eines neuen Schlüsselbunds gehen Sie wie folgt vor:

  1. Drücken Sie +F2 und geben Sie seahorse ein.

  2. Wählen Sie Datei+Neu.

  3. Wählen Sie Passwort-Schlüsselbund und fahren Sie mit Weiter fort.

  4. Geben Sie einen Namen für den Schlüsselbund und klicken Sie auf Hinzufügen. Es erscheint ein neues Fenster.

  5. Geben Sie Ihr Passwort ein, bestätigen Sie das Passwort und klicken Sie auf OK.

Sie können beliebig viele Schlüsselbunde erstellen. Erstellen Sie beispielsweise einen Schlüsselbund für den privaten Gebrauch und einen zweiten Schlüsselbund für den beruflichen Bereich. Zum Speichern von Passwörtern im Schlüsselbund gehen Sie wie folgt vor:

  1. Drücken Sie +F2 und geben Sie seahorse ein.

  2. Wählen Sie Datei+Neu.

  3. Wählen Sie Gespeichertes Passwort und fahren Sie mit Weiter fort.

  4. Wählen Sie den Schlüsselbund aus, und geben Sie eine Beschreibung und das Passwort ein.

  5. Klicken Sie abschließend auf Hinzufügen.

3.9. E-Mail und Kalender

Zum Lesen und Verwalten Ihrer Mails und Ereignisse bietet openSUSE das Groupware-Programm Evolution™, mit dem Sie bequem Ihre persönlichen Informationen speichern, organisieren und abrufen können.

Evolution vereint die Funktionalität von E-Mail, Kalender, Adressbuch und Aufgabenliste in einer einzigen, einfach zu bedienenden Anwendung. Dank seiner umfassenden Unterstützung gängiger Kommunikations- und Datenaustauschstandards kann Evolution auch in bereits bestehenden Firmennetzwerken Seite an Seite mit vorhandenen Anwendungen wie Microsoft* Exchange eingesetzt werden.

Um Evolution zu starten, wechseln Sie in die Aktivitäten-Ansicht (beispielsweise mit der Windows-Taste) und klicken auf das Briefsymbol. Im Ausweichmodus wählen Sie Anwendungen+Internet+Evolution-E-Mail und -Kalender.

Wenn Sie Evolution zum ersten Mal aufrufen, werden Sie um Beantwortung einer Reihe von Fragen gebeten. Die abgefragten Informationen werden zur Einrichtung Ihres E-Mail-Kontos benötigt und helfen Ihnen beim Import der E-Mail-Nachrichten aus Ihrem alten E-Mail-Client. Neben der Anzahl der neuen Nachrichten werden Ihnen eine Liste mit ausstehenden Terminen und Aufgaben, der aktuelle Wetterbericht sowie Meldungen aus Newstickern angezeigt. Der Kalender, das Adressbuch und die E-Mail-Funktionen stehen über die Symbolleiste auf der linken Seite des Programmfensters zur Verfügung.

Drücken Sie +N, um in dem Bereich von Evolution, in dem Sie gerade arbeiten, ein neues Element zu öffnen. In Mail wird damit eine neue Nachricht angelegt. Im Adressbuch erstellt +N eine neue Kontaktkarte und im Kalender einen neuen Termin.

Wenn Sie weitere Informationen zu Evolution erhalten möchten, klicken Sie in einem beliebigen Fenster von Evolution auf Hilfe+Inhalte.

3.10. Instant Messaging mit Empathy

Empathy ist ein Instant Messaging (IM)-Client für mehrere Protokolle. Er ist kompatibel mit AOL* Instant Messenger (AIM), Google Talk, GroupWise® Messenger, ICQ, IRC, MSN Messenger, Jabber/XMPP, Yahoo!* und anderen Netzwerken.

Mithilfe von Empathy können Sie sich bei mehreren Konten auf mehreren IM-Netzwerken gleichzeitig anmelden. Darüber hinaus unterstützt Empathy viele Funktionen verschiedener Netzwerke, wie beispielsweise Video-Chat, Dateiübertragungen, Abwesenheitsmitteilungen und Tippbenachrichtigungen.

Wechseln Sie zum Starten von Empathy in die Aktivitäten-Ansicht (beispielsweise über die Windows-Taste) und klicken Sie dort im Dash auf das Symbol mit der Sprechblase und dem blauen Smiley. Im Ausweichmodus bemühen Sie Anwendungen+Internet+Empathy Internet-Sofortnachrichtendienst.

Verwenden Sie zum Hinzufügen eines Kontos zu Empathy entweder den ursprünglichen Konfigurationsassistenten oder wählen Sie Bearbeiten+Konten aus. Klicken Sie auf Fortsetzen, wählen Sie das gewünschte Protokoll aus und geben Sie in den entsprechenden Feldern Ihre Anmeldeinformationen ein. Klicken Sie auf Fortsetzen sowie Anwenden, um Ihr IM-Konto zu aktivieren.

Fügen Sie Kontakte hinzu, indem Sie auf Chat+Kontakt hinzufügen klicken. Wählen Sie das Konto, den Bezeichner (die ID) sowie die Alias-Informationen aus, die für den neuen Kontakt relevant sind, und bestätigen Sie mit Hinzufügen. Sie müssen jedoch online sein und eine Verbindung zum ausgewählten Messaging-Service hergestellt haben, um einen Kontakt zu Ihrer Liste hinzuzufügen.

Doppelklicken Sie zum Starten eines Chats auf den gewünschten Kontakt und geben Sie Ihre Nachricht im unteren Bereich des Chat-Fensters ein. Drücken Sie , um die Nachricht zu senden. Im oberen Teil des Fensters werden die Nachrichten angezeigt, die Sie versendet und empfangen haben.

3.11. Starten von LibreOffice

Die Office-Suite LibreOffice bietet einen umfassenden Satz an leistungsfähigen Büroprogrammen, darunter ein Textverarbeitungsprogramm, eine Tabellenkalkulationsanwendung, ein Programm zur Erstellung von Präsentationen, ein Vektorgrafikprogramm und eine Datenbankanwendung. Da LibreOffice für eine Reihe von Betriebssystemen angeboten wird, können Sie die Dokumente unter verschiedenen Betriebssystemen verwenden.

Um LibreOffice zu starten, wechseln Sie in die Aktivitäten-Ansicht (beispielsweise indem Sie die Windows-Taste drücken) und dann das blaue Dokument anklicken. Alternativ tippen Sie in das Suchfeld writer ein und drücken . Im Ausweichmodus klicken Sie auf Anwendungen+Büro+LibreOffice Writer. Wenn Sie ein neues Dokument erstellen möchten, klicken Sie auf Datei+Neu und wählen Sie den Dokumenttyp aus. Zum Öffnen eines vorhandenen Dokuments wählen Sie Öffnen und anschließend die gewünschte Datei aus dem Dateisystem aus.

3.12. Anzeigen von PDF-Dateien und anderen Dokumenten

Dokumente, die plattformübergreifend freigegeben oder gedruckt werden müssen, werden oft als PDF-Datei (Portable Document Format) gespeichert. PDF-Dateien können mithilfe der LibreOffice-Suite oder anderer Anwendungen erstellt werden. Das PDF-Anzeigeprogramm von GNOME heißt Evince. Es kann zur Anzeige von PDFs und vielen anderen Dokumentenformaten wie PostScript, JjVu, DVI und mehrseitigen TIFFs verwendet werden.

Zum Starten von Evince drücken Sie Alt+F2 und geben Sie evince ein.

  1. Zum Anzeigen einer PDF-Datei doppelklicken Sie auf die gewünschte Datei.

  2. Mit den Navigationssymbolen oben im Fenster können Sie durch das Dokument navigieren. Wenn das PDF-Dokument Lesezeichen enthält, können Sie links in der Seitenleiste darauf zugreifen.

3.13. Verwalten Ihrer digitalen Bildsammlung

Shotwell ist ein Verwaltungswerkzeug für Sammlungen von Digitalbildern. Sie können damit Ihren Bildern verschiedene Tags zur Kategorisierung zuweisen. Außerdem bietet es zahlreiche praktische Bildbearbeitungsoptionen. Beispielsweise können Sie rote Augen entfernen, das Bild zuschneiden sowie Helligkeit und Farben anpassen. Shotwell unterstützt sämtliche wichtigen Dateiformate, wie beispielsweise JPEG, PNG, TIFF und verschiedene händlerspezifische RAW-Formate. Sie können mit Shotwell auch Fotos in Ihr Flickr-, Picasa- oder Facebook-Konto exportieren.

Um auf Shotwell zuzugreifen, öffnen Sie die Aktivitäten-Ansicht (indem Sie etwa die Windows-Taste drücken) und dann im Dash auf das Symbol mit den Bildern klicken. Im Ausweichmodus finden Sie Shotwell hinter Anwendungen+Grafik+Shotwell Photo Manager. Nachdem Sie das Begrüßungsfenster mit einem Klick auf OK abgenickt haben, rennt Shotwell sofort durch Ihren Bilder-Ordner und packt alle darin lagernden Bilder automatisch in seine Bibliothek.

Rechts im Fenster präsentiert Shotwell die Miniaturansichten der Bilder. Sobald Sie davon eines anklicken, können Sie es mit den Schaltflächen am unteren Rand Drehen, nachbearbeiten (Verbessern) oder in einem Internetdienst veröffentlichen. Die Seitenleiste links bietet verschiedene Ansichten auf Ihren Fotobestand. Sofern die Fotos mit einem Datum versehen wurden, können Sie beispielsweise unter Ereignisse die Darstellung auf Fotos aus einem ganz bestimmten Jahr beschränken.

Neue Fotos importieren Sie via Datei+Aus Ordner importieren. Diese kopiert Shotwell immer in Ihren Bilder-Ordner. Wenn Sie ein anderes Verzeichnis dafür abstellen möchten, wechseln Sie zum Menüpunkt Bearbeiten+Einstellungen und wählen unter Fotos importieren nach den entsprechenden Ordner.

3.14. Verwalten Ihrer Musik und Videoclips

Mithilfe von Banshee können Sie CDs importieren, Ihre Mediensammlung mit einem digitalen Medien-Wiedergabegerät synchronisieren, Musik direkt auf einem digitalen Medien-Wiedergabegerät wiedergeben, Wiedergabelisten mit Titeln oder Videos aus Ihrer Bibliothek erstellen, Audio- und Daten-CDs aus Teilen der Bibliothek erstellen oder bevorzugte Podcasts abonnieren, herunterladen und abspielen. Banshee verfügt darüber hinaus über ein Internet Radio-Plugin, mit dem Sie Audio Streams hören können.

Zum Öffnen von Banshee wechseln Sie in die Aktivitäten-Ansicht (beispielsweise mit der Windows-Taste) und klicken dort auf das Symbol mit dem b in Form einer Note. Im Ausweichmodus klicken Sie hingegen auf Anwendungen+Multimedia+Banshee Media Player.

Wenn Sie den Banshee zum ersten Mal starten, müssen Sie Ihre Medien importieren, damit sie in der Bibliothek verfügbar sind. Rufen Sie dazu aus dem Menü den Punkt Medien+Medien importieren auf. Wählen Sie eine Importquelle und klicken Sie auf Importieren. Nach dem erfolgreichen Import der Medien können Sie in der Bibliothek darauf zugreifen.

Zum Abspielen eines Songs oder Films wählen Sie diesen einfach in der Bibliothek aus und klicken Sie auf die Schaltfläche für die Wiedergabe. Sie können auch die Schaltflächen in der linken oberen Ecke verwenden, um ein Musikstück anzuhalten oder das nächste oder vorherige Musikstück abzuspielen. Mithilfe des Lautsprechers auf der rechten Seite können Sie die Lautstärke anpassen.

Banshee verfügt über einen integrierten CD-Player. Wenn Sie eine Musik-CD einlegen, wird der Titel der CD im linken Fensterbereich angezeigt. Wenn Sie die CD vollständig abspielen möchten, wählen Sie ihren Titel aus und klicken Sie auf die Wiedergabeschaltfläche.

Wählen Sie zum Erstellen von Audio- und MP3-CDs den gewünschten Song aus und klicken Sie anschließend im Menü auf Bearbeiten+CD schreiben.

3.15. Abmelden

Wenn Sie Ihre Arbeit am Computer beendet haben, können Sie sich abmelden und das laufende System verlassen. Sie können das System aber auch neu starten oder den Computer herunterfahren.

3.15.1. Abmelden oder Wechseln von Benutzern

Klicken Sie rechts oben im Panel auf Ihren Benutzernamen und wählen Sie dann eine der folgenden Optionen aus:

Abmelden.  Meldet Sie von der aktuellen Sitzung ab und kehrt zum Anmeldebildschirm zurück.

Benutzer wechseln.  Kehrt ebenfalls zum Anmeldebildschirm zurück, im Gegensatz zum Abmelden laufen die gestarteten Anwendungen jedoch im Hintergrund weiter. Dieser Punkt bietet sich folglich an, wenn sich eine andere Person an Ihrem Computer kurzzeitig mit seinem eigenen Benutzerkonto anmelden muss.

Bildschirm sperren.  Schaltet den Bildschirmschoner ein. Um ihn zu beenden, müssen Sie Ihr Passwort eintippen. Auf diese Weise kann während Ihrer Abwesenheit keine fremde Person an Ihrem Computer weiterarbeiten oder gar Schindluder treiben.

3.15.2. Neustart oder Herunterfahren des Computers

Wenn openSUSE® die Energiesparfunktionen Ihres Computer nutzen kann, lässt sich Ihr PC über den Punkt Bereitschaft in einen Schlafmodus versetzen. Andernfalls bietet Ihnen hier GNOME den Punkt Ausschalten an. Er lässt sich auch mit einer gedrückten -Taste hervorzaubern. Wenn Sie ihn aufrufen, bietet Ihnen ein neues Fenster folgende Aktionen an:

Ausschalten.  Meldet Sie von der aktuellen Sitzung ab und schaltet dann den Computer aus.

Neu starten.  Meldet Sie von der aktuellen Sitzung ab und startet dann den Computer neu.

Ruhezustand.  Dieser Punkt steht nur im Ausweichmodus zur Verfügung. Er versetzt Ihren Computer in einen Stromsparmodus. In ihm verbraucht der PC zwar immer noch ein klein wenig Strom, dafür steht Ihnen Ihre Arbeitsumgebung nach dem Einschalten wieder genau so zur Verfügung, wie Sie sie verlassen hatten. Insbesondere bleiben alle Dokumente geöffnet.

3.16. Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zu GNOME und GNOME-Anwendungen finden Sie unter http://www.gnome.org/.